Kurzantwort: Stellen Sie jedem Anbieter dieselbe Checkliste mit 12 Fragen und vergleichen Sie die Antworten. Wählen Sie den Anbieter, der schriftlich einen Festpreis mit genauem Leistungsumfang nennt, prüfbare Referenzen zeigt, einen festen Ansprechpartner hat und Ihnen Website und Zugänge überlässt. Vergleichen Sie die Antworten in einer Tabelle, nicht nur den Preis.
Sie wollen eine professionelle Website erstellen lassen und haben mehrere Angebote vor sich, die sich kaum vergleichen lassen. Wenn Sie eine Webdesign-Agentur oder einen Webdesigner auswählen, hilft es, wenn alle dieselben Fragen beantworten. Diese Checkliste mit 12 Fragen zeigt Ihnen, welche Antwort gut ist und welches Warnsignal Sie ernst nehmen sollten. Dazu kommen ein Vergleich von Agentur, Freelancer und Baukasten und eine Tabelle zum Ausfüllen.
Warum Angebote so schwer zu vergleichen sind
Zwei Angebote für eine Website können völlig verschiedene Dinge meinen. Das eine enthält Texte, Rechtstexte und Hosting, das andere nur das Design. Ohne feste Fragen vergleichen Sie Äpfel mit Birnen. Wer vorbereitet ist, erkennt gute Anbieter schnell und spart sich Nacharbeit.
Bevor Sie Anbieter anschreiben, klären Sie drei Punkte für sich:
- Was soll die Website erreichen: Anfragen, Buchungen oder vor allem Information?
- Welche Inhalte haben Sie schon: Texte, Fotos, Logo?
- Wie viel Pflege möchten Sie später selbst übernehmen?
Agentur, Freelancer oder Baukasten?
Was besser ist, hängt von Ihrem Vorhaben ab.
| Kriterium | Größere Agentur | Freelancer oder Einzelperson | Baukasten, selbst gebaut |
|---|---|---|---|
| Ansprechpartner | meist ein Team mit Rollen für Beratung, Design und Technik | eine Person für alles | Sie selbst, Hilfe meist per Ticket |
| Stärken | viele Fachleute, breites Angebot, Kapazität für große Projekte | kurze Wege, direkter Kontakt, persönliche Betreuung | geringer Einstieg, schnell online, volle eigene Kontrolle |
| Grenzen | Abstimmung dauert oft länger, mehr Beteiligte | begrenzte Kapazität bei Urlaub oder Krankheit, nicht jedes Spezialgebiet abgedeckt | kostet Ihre Zeit und Ihr Wissen, laufende Gebühren, Umzug oft schwierig |
| Passt gut, wenn | große Websites, Online-Shops, mehrere Standorte | kleine und mittlere Unternehmen mit klarem Umfang | Sie Zeit haben und ein einfaches Ziel |
| Eigentum an der Website | im Vertrag klären | im Vertrag klären | oft an die Plattform gebunden, vorher prüfen |
Ob Sie überhaupt selbst bauen oder bauen lassen sollten, klärt der Beitrag Website erstellen lassen oder selbst machen. Hier geht es um den nächsten Schritt: Sie haben sich für einen Profi entschieden und wollen den richtigen finden.
Die 12 Fragen an jeden Anbieter
Zu jeder Frage steht die Antwort, die Sie hören möchten, und das Warnsignal, bei dem Sie nachhaken sollten.
1. Gibt es einen Festpreis?
Gute Antwort: Ein schriftlicher Festpreis mit Leistungsumfang.
Warnsignal: Abrechnung nach Aufwand ohne Obergrenze oder ein vages „Das sehen wir dann“.
2. Wem gehören Website, Domain und Zugänge?
Gute Antwort: Ihnen, mit allen Zugangsdaten.
Warnsignal: Die Domain läuft auf den Namen des Anbieters, die Nutzungsrechte sind unklar.
3. Was ist im Preis enthalten, was kostet extra?
Gute Antwort: Eine Liste mit Seitenzahl, Funktionen, Fotos und Korrekturschleifen.
Warnsignal: Nur allgemeine Begriffe wie „Komplettpaket“.
4. Wie läuft das Projekt ab und wie lange dauert es?
Gute Antwort: Klare Schritte vom Gespräch über Entwurf und Umsetzung bis zum Start, mit Zeitrahmen.
Warnsignal: Es gibt keinen Zeitplan.
5. Wird die Website für Handy, Tablet und Desktop gebaut?
Gute Antwort: Von Anfang an für das Handy gedacht und auf echten Geräten geprüft.
Warnsignal: „Das passt sich schon irgendwie an.“
6. Wie steht es um Barrierefreiheit?
Gute Antwort: Der Anbieter kennt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), das seit dem 28. Juni 2025 gilt, und kann erklären, ob es Sie betrifft. Laut IHK München sind Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme ausgenommen, wenn sie Dienstleistungen und keine betroffenen Produkte anbieten. Im Zweifel klärt das eine Fachanwältin oder ein Fachanwalt.
Warnsignal: „Das brauchen Sie nicht“, ohne Begründung. Wie Barrierefreiheit praktisch aussieht, zeigt der Beitrag Barrierefreiheit auf Websites richtig umsetzen.
7. Welche Rechtstexte sind dabei?
Gute Antwort: Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Banner sind enthalten, mit dem Hinweis, dass eine anwaltliche Prüfung die letzte Sicherheit gibt.
Warnsignal: Vorlagen ohne Anpassung an Ihren Betrieb. Was Pflicht ist, erklärt der DSGVO-Ratgeber für Websites.
8. Kann ich Inhalte selbst ändern?
Gute Antwort: Ja, ohne Programmierkenntnisse und mit Einweisung.
Warnsignal: Jede kleine Textänderung kostet eine Rechnung.
9. Was kosten Hosting und Betreuung, und wie kann ich kündigen?
Gute Antwort: Die Monatspreise sind genannt, die Betreuung ist freiwillig und die Kündigung ist klar geregelt.
Warnsignal: Eine lange Mindestlaufzeit oder Pflicht-Wartung ohne erkennbare Leistung.
10. Welche Referenzen und Bewertungen kann ich prüfen?
Gute Antwort: Links zu echten Websites und Bewertungen auf Plattformen, die Sie selbst öffnen können.
Warnsignal: Nur Logos ohne Links oder Bewertungen ohne Quelle.
11. Wer ist mein Ansprechpartner und wie erreiche ich ihn?
Gute Antwort: Ein Name, direkte Erreichbarkeit und eine genannte Antwortzeit.
Warnsignal: Nur ein Kontaktformular und ständig wechselnde Personen.
12. Was passiert nach dem Start und wenn wir uns trennen?
Gute Antwort: Übergabe aller Zugänge, Sicherungen und ein Aufbau, den auch ein anderer Dienstleister weiterführen kann.
Warnsignal: Die Website lässt sich ohne den Anbieter nicht weiterbetreiben.
Die Checkliste zum Abhaken
Haken Sie jeden Punkt erst ab, wenn Sie die Antwort schriftlich oder selbst geprüft haben.
Vor der Unterschrift erledigt:
- Ich habe Ziel, vorhandene Inhalte und gewünschte Pflege notiert.
- Ich habe mindestens drei Anbieter angefragt.
- Jeder Anbieter hat dieselben 12 Fragen beantwortet.
- Ich habe einen schriftlichen Festpreis mit Leistungsumfang.
- Website, Domain und Zugänge gehören mir.
- Rechtstexte, Cookie-Banner und Barrierefreiheit sind geklärt.
- Hosting und Betreuung sind mit Monatspreis und Kündigung genannt.
- Ich habe mindestens zwei Referenzen selbst auf dem Handy geöffnet.
- Ich kenne Ablauf, Dauer und meinen Ansprechpartner.
- Ich hatte im Gespräch das Gefühl, verstanden zu werden.
Warnsignale auf einen Blick
Ein einzelnes Signal ist noch kein Beweis. Treffen mehrere zusammen, sollten Sie vorsichtig werden.
- Es gibt keinen schriftlichen Leistungsumfang.
- Der Preis ist auffällig niedrig, aber wichtige Posten fehlen.
- Die Domain soll auf den Anbieter laufen.
- Es wird Druck gemacht, etwa mit einem Angebot nur bis heute.
- Platz 1 bei Google wird garantiert. Das kann niemand seriös versprechen.
- Es gibt keine Referenzen, die Sie selbst prüfen können.
- Ein Impressum mit Name und Adresse fehlt.
- Der Wartungsvertrag bindet lange und sein Nutzen bleibt unklar.
Welche Fehler später auf fertigen Websites auftauchen, zeigt der Beitrag Die 10 häufigsten Website-Fehler.
Vergleichstabelle zum Ausfüllen
Übertragen Sie die Tabelle auf Papier oder in eine Tabellenkalkulation und tragen Sie pro Anbieter ein, was er geantwortet hat.
| Frage | Anbieter A | Anbieter B | Anbieter C |
|---|---|---|---|
| Festpreis (ja oder nein, Betrag) | |||
| Enthaltene Seiten und Funktionen | |||
| Website, Domain und Zugänge gehören mir | |||
| Rechtstexte und Cookie-Banner enthalten | |||
| Für das Handy gebaut und auf Geräten geprüft | |||
| Barrierefreiheit geklärt | |||
| Hosting pro Monat | |||
| Betreuung pro Monat und Kündigung | |||
| Dauer bis zum Start | |||
| Referenzen geprüft | |||
| Ansprechpartner und Erreichbarkeit | |||
| Mein Eindruck (1 bis 5) |
So gehen Sie beim Vergleich vor
- Schicken Sie allen Anbietern dieselbe kurze Beschreibung Ihres Vorhabens.
- Bitten Sie um ein schriftliches Angebot mit Leistungsumfang.
- Stellen Sie die 12 Fragen am Telefon oder im Videogespräch.
- Öffnen Sie zwei Referenzen und prüfen Sie sie auf dem Handy.
- Füllen Sie die Tabelle aus.
- Entscheiden Sie nach den Antworten, nicht nur nach dem Preis.
Sitzt der Anbieter in der Nähe, ist ein Treffen schön. Ein Videogespräch geht aber genauso. Suchen Sie in Mecklenburg-Vorpommern, etwa für Webdesign in Greifswald, Webdesign in Rostock oder Webdesign auf Rügen, gelten dieselben 12 Fragen. Was Restaurants und Cafés zusätzlich brauchen, zeigt die Seite Webdesign für Gastronomie.
So beantworte ich die 12 Fragen
Hier sind meine eigenen Antworten auf die 12 Fragen. So sehen Sie, wie eine klare Antwort aussehen kann.
| Thema | Antwort von beluMedia |
|---|---|
| Festpreis | Ja: Starter ab 1.499 € für eine Seite, Premium ab 2.499 € für bis zu 5 Seiten, Business ab 4.999 € für bis zu 10 Seiten. Das sind Endpreise. |
| Eigentum | Die fertige Website gehört Ihnen, Ihre Zugänge vom ersten Tag an. |
| Im Preis enthalten | Schon im Starter: modernes Webdesign, SSL und Hosting-Setup, DSGVO mit Cookie-Banner, Kontaktformular, barrierefreie Umsetzung und 3 Stockfotos. |
| Ablauf und Dauer | Gespräch, Design und Umsetzung mit regelmäßigen Einblicken, Ihre Freigabe, kurze Einweisung, Start. Ein One-Pager ist in der Regel in 2 bis 3 Wochen online, größere Websites in 4 bis 6 Wochen ab Beauftragung. |
| Handy | Jede Website baue ich zuerst für das Handy. |
| Barrierefreiheit | Jede Website wird barrierefrei umgesetzt. |
| Rechtstexte | Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Banner sind dabei. Eine anwaltliche Prüfung empfehle ich trotzdem. |
| Selbst ändern | WordPress mit Bricks Builder: Text oder Bild anklicken und direkt ändern, mit kurzer Einweisung. |
| Hosting und Betreuung | Hosting mit .de-Domain für 7,95 € im Monat oder einmalig 59 € für die Einrichtung bei Ihrem Anbieter. Betreuung freiwillig für 39, 59 oder 79 € im Monat, jährlich im Voraus, kündbar zum Jahresablauf. |
| Referenzen | Echte Projekte auf der Referenzseite und 4,9 von 5 Sternen bei 35 Google-Bewertungen. |
| Ansprechpartner | Ich selbst, Benjemin Braun, Geprüfter Web-Designer (ILS). |
| Trennung | WordPress ist ein offenes System, jeder erfahrene WordPress-Profi kann die Website übernehmen. Außerdem habe ich eine Berufshaftpflicht bei Hiscox. |
Was ich nicht mache: Ich baue keine Online-Shops und biete keine laufende SEO-Betreuung über Monate an. Dafür empfehle ich spezialisierte Agenturen.
Echte Projekte zeigen die Referenzen, was Kunden sagen, lesen Sie in den Kundenmeinungen. Wie sich Festpreis, Hosting und Betreuung über die Jahre zusammenrechnen, zeigt der Ratgeber Was kostet eine Website?
Fazit
Nehmen Sie den Anbieter, dessen Antworten Sie überzeugen. Das ist nicht immer der Billigste. Mit denselben 12 Fragen für alle, der Tabelle und zwei selbst geprüften Referenzen sehen Sie schnell, wer zu Ihnen passt. Nehmen Sie sich für den Vergleich einen Abend Zeit. Das spart später Ärger.
Sie möchten meine Antworten im Gespräch prüfen?
Stellen Sie mir die 12 Fragen gern direkt. Wenn ein anderer Anbieter besser zu Ihnen passt, sage ich Ihnen das. Das Gespräch ist unverbindlich.
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