Sie haben sich entschieden, Ihre Restaurant-Website nicht selbst zu bauen. Eine kluge Wahl, denn an einer guten Gastro-Website hängt heute mehr als ein paar Bilder vom Lokal. Sie ist Ihr Direktkanal zum Gast, Ihre Speisekarte zum Mitnehmen und der Hebel, um sich aus der Provisions-Falle von Lieferando und TheFork zu lösen. Dieser Beitrag zeigt Ihnen, worauf es vor der Beauftragung wirklich ankommt, welche Funktionen Pflicht sind und welche Fragen Sie einer Agentur stellen müssen, damit das Projekt ein Volltreffer wird statt ein Faß ohne Boden.
Warum eine eigene Restaurant-Website 2026 wichtiger ist als je zuvor
Die Frage ist heute nicht mehr, ob ein Restaurant eine Website braucht, sondern welche Aufgabe sie übernimmt. Acht von zehn Gästen schauen sich die Speisekarte online an, bevor sie ein Lokal überhaupt betreten. Sieben von zehn lassen sich von einer schwachen Website abschrecken, selbst wenn das Essen drinnen Spitzenklasse ist. Wer 2026 nur auf Facebook, Instagram und einen Google-Eintrag setzt, überlässt die wichtigste Entscheidung des Gastes dem Algorithmus eines Drittanbieters.
Eine eigene Website ist Ihr digitales Wohnzimmer. Sie bestimmen, was zuerst gesehen wird, welche Geschichten erzählt werden und wie ein Gast bei Ihnen reserviert. Auf Lieferando, TheFork oder im Google-Profil sind Sie Mieter. Auf Ihrer eigenen Domain sind Sie Eigentümer. Und nur als Eigentümer können Sie Stammkunden aufbauen, eine Marke prägen und langfristig unabhängig werden.
Hinzu kommt ein Punkt, den viele Inhaber unterschätzen: Lieferando und Co. registrieren für jedes Restaurant eine eigene Mini-Seite und ranken diese aktiv bei Google. Das Heise Magazin nennt das Phänomen die brutale Verdrängung der Restaurant-Websites. Der DEHOGA spricht von einer brutalen Abhängigkeit. Wer keine eigene starke Seite hat, überlässt seinen Namen einem Portal, das mit Provision verdient.
Eine Restaurant Website erstellen lassen heißt also nicht mehr, ein paar Fotos und eine Kontaktseite zu bekommen. Es heißt, einen direkten Verkaufskanal zu bauen, der Tag und Nacht arbeitet, Reservierungen entgegennimmt und Gäste zu Stammgästen macht.

Die Lieferando-Falle: was Provisionen wirklich kosten
Die meisten Gastronomen sind nicht aus Überzeugung bei Lieferando. Sie sind dort, weil sie das Gefühl haben, ohne Portal nicht sichtbar zu sein. Das Problem ist nur: Lieferando rankt mit eigener Mini-Seite oft besser als Ihre eigentliche Website. Sie zahlen also Provision dafür, dass ein Gast über Ihren Namen einen Vertrag mit Lieferando schließt statt mit Ihnen. Eine IHK-Umfrage zeigt, dass 71 Prozent der Lieferando-Partner sich abhängig fühlen und 62 Prozent unzufrieden sind. Das ist keine Fußnote, das ist ein Hilferuf einer ganzen Branche.
Rechnen Sie kurz mit. Wenn ein durchschnittliches Restaurant 5.000 Euro Lieferando-Umsatz im Monat macht und 20 Prozent Provision zahlt, sind das 1.000 Euro pro Monat. Das sind 12.000 Euro im Jahr. Davon ließe sich problemlos eine professionelle, individuelle Website finanzieren, die Ihnen über Jahre eigene Direktbuchungen bringt. Eine Website ist eine einmalige Investition. Lieferando-Provision ist eine monatliche Steuer auf jeden Umsatz, der ohne das Portal genauso bei Ihnen gelandet wäre.
Der DEHOGA spricht offen von einer brutalen Abhängigkeit kleiner Gastronomen von Bestellplattformen. Die Marktposition von Lieferando in Deutschland gilt als marktbeherrschend, eine Gegenmacht entsteht nur durch starke eigene Direktkanäle. Genau dort setzt eine professionelle Restaurant-Website an: sie macht Sie nicht arm an Provisionen, sondern reich an eigenen Stammgästen.
Das heißt nicht, dass Lieferando sofort raus muss. Es heißt aber, dass Ihre Website der Hauptkanal sein sollte und Lieferando nur die Notlösung für Gäste, die ohne Portal nie zu Ihnen gefunden hätten. Dafür brauchen Sie eine Website, die bei der Google-Suche neben Ihrem Stadtnamen wirklich gefunden wird, eine eigene Reservierungs- und Bestelloption hat und eine Speisekarte zeigt, die immer aktuell ist. Wir kommen zu jedem dieser Punkte.
Pflicht-Funktionen einer modernen Gastro-Website
Eine Restaurant-Website ist kein digitaler Flyer und keine Visitenkarte aus den Nullerjahren. Sie ist ein funktionierender Direktkanal, der vier Aufgaben gleichzeitig erfüllen muss: informieren, überzeugen, Reservierungen einsammeln und sich von alleine pflegen lassen. Wer einen dieser Punkte schwach umsetzt, verliert Gäste. Wer alle vier sauber abdeckt, hat einen Wettbewerbsvorteil, den keine Lieferando-Anzeige der Welt kompensiert.
Diese sieben Funktionen sind Pflicht
- Mobile zuerst: Sieben von zehn Gästen kommen vom Smartphone. Die Seite muss auf 350 Pixel Breite fehlerfrei lesbar sein, mit großen Buttons, klaren Schriften und ohne horizontales Scrollen.
- Selbstpflegbare Speisekarte: kein PDF, kein Bild, keine Agentur-Anrufe für Preisänderungen. Sie öffnen das System, ändern den Wirsing-Preis, fertig.
- Direkte Online-Reservierung: Formular oder eingebundenes Buchungssystem auf Ihrer eigenen Domain, nicht die Weiterleitung zu TheFork.
- Aktuelle Öffnungszeiten: sichtbar in den ersten Sekunden, idealerweise mit Hinweis ob gerade offen oder geschlossen.
- Atmosphärische Bilder: echte Aufnahmen vom Lokal und den Gerichten, keine Stockfotos. Gäste wollen sehen, wo sie sitzen werden.
- Anfahrt mit Karte: eingebettete Google Map oder Static Map, klar erkennbarer Parkhinweis.
- Schnelle Ladezeit: unter zwei Sekunden auf Mobile. Jede zusätzliche Sekunde halbiert die Conversion.
Was nicht auf der Liste steht: ein animierter Slider mit fünf wechselnden Bildern, eine Hintergrund-Musik beim Öffnen oder eine 3D-Tour durch das Lokal. Solche Spielereien klingen in Verkaufsgesprächen großartig und vernichten in der Praxis Reservierungen. Restaurant-Gäste wollen eine Antwort auf drei Fragen: Was kann ich essen, kann ich heute Abend einen Tisch bekommen, wie komme ich hin. Alles andere ist nice to have.
Speisekarte selbst pflegen: warum PDF heute nicht mehr reicht
Wenn es einen Punkt gibt, an dem die meisten Restaurant-Websites scheitern, dann ist es die Speisekarte. Ein eingebundenes PDF wirkt auf den ersten Blick praktisch, ist aber aus mehreren Gründen ein Bremsklotz. PDFs sind auf dem Smartphone schwer zu lesen, sie laden langsam, sie sind für Suchmaschinen unsichtbar und sie lassen sich nicht ohne weiteres ändern. Wenn der Spargel ausverkauft ist und Sie das Gericht aus der Karte nehmen wollen, müssen Sie die Datei am Rechner bearbeiten, neu speichern, hochladen und im schlimmsten Fall die Agentur anrufen.

Eine moderne Lösung speichert jedes Gericht als eigenen Datensatz in einer Datenbank. Das hat mehrere Vorteile auf einmal: Suchmaschinen verstehen die Inhalte, Sie können einzelne Gerichte als saisonal markieren oder ausblenden, Preise ändern Sie mit zwei Klicks, und Allergen-Hinweise lassen sich strukturiert ausgeben statt klein gedruckt am Rand. Genau das verlangt seit Juni 2025 auch die Barrierefreiheits-Pflicht für gastronomische Websites: Inhalte müssen maschinell lesbar sein, ein PDF ist das nicht.
Die Selbstpflege ist dabei kein technisches Wunderwerk, sondern Handwerk. Ein gutes System gibt Ihnen ein Backend, das aussieht wie eine einfache Liste. Sie klicken auf das Gericht, ändern den Preis von 14,90 auf 15,90 Euro, klicken auf Speichern. Niemand muss HTML schreiben, niemand muss eine Schulung in einem komplexen System überstehen. Wer Whatsapp bedienen kann, kann auch eine selbstpflegbare Speisekarte bedienen.
Warum lassen das so viele Agenturen trotzdem nicht zu? Weil eine PDF-Lösung in einer Stunde gebaut ist und eine echte Speisekarten-Verwaltung mehrere Tage Entwicklung kostet. Es ist die bequeme Antwort, nicht die richtige. Bei einer ehrlichen Beauftragung gehört dieser Punkt ganz an den Anfang: Können Sie die Speisekarte selbst pflegen, ja oder nein. Lautet die Antwort nein oder nur über uns, dann ist es die falsche Agentur.
Direktbuchung statt Portal-Provision
Direktbuchung bedeutet, dass ein Gast auf Ihrer Website klickt, ein Datum, eine Uhrzeit und die Personenzahl wählt, seine Daten einträgt und Sie die Anfrage direkt erhalten. Kein Provisionsabzug, kein Datenverlust an Dritte, keine Plattform dazwischen. Eine Toast-Studie aus 2025 zeigt, dass 65 Prozent der Gäste diese Direktbuchung gegenüber Plattformen bevorzugen, sofern sie auf der Website angeboten wird. Das ist die einfachste Stellschraube, mit der Sie sofort Provisionen einsparen.
Technisch gibt es zwei Wege. Entweder ein einfaches Anfrage-Formular, bei dem die Buchung als Wunsch eingeht und Sie per E-Mail oder im Backend bestätigen. Oder ein eingebundenes Buchungssystem wie resmio, OpenTable oder Quandoo, bei dem die Tische in Echtzeit gegen Ihren Belegungsplan geprüft werden. Welche Variante passt, hängt davon ab, wie viele Reservierungen Sie pro Abend bekommen und ob Sie ein elektronisches Tischbuch nutzen möchten.
Wichtig ist nur eins: das Reservierungs-Formular oder Buchungssystem muss auf Ihrer eigenen Domain laufen. Eine Weiterleitung zu TheFork mag bequem aussehen, schickt den Gast aber wieder weg von Ihrer Marke und kostet beim ersten Besuch Provision. Bei Stammgästen, die per Bookmark direkt zu TheFork gehen, kostet sie sogar bei jeder weiteren Buchung. Das Geld holen Sie nie wieder rein.
Ein gut umgesetztes Direktbuchungs-Formular braucht drei Felder: Datum, Uhrzeit, Personen. Optional Name und Telefon, dazu ein einzeiliges Wunsch-Feld. Mehr nicht. Wer hier zehn Felder verlangt, verliert die Hälfte der Buchungen direkt an der Hürde der Bequemlichkeit.

Lokal sichtbar werden: Google-Profil und Restaurant-SEO
Wenn ein Gast nach Restaurant Stralsund sucht, sieht er drei Dinge: oben eine Karte mit drei Treffern, das ist das Local Pack, darunter eine Liste organischer Ergebnisse, und am Rand oft Anzeigen von Lieferando und TheFork. Ihr Ziel ist es, in der Karte oben aufzutauchen und in den organischen Ergebnissen mit Ihrer eigenen Domain. Beides hängt eng zusammen mit dem, was Google ein gepflegtes Unternehmensprofil und eine starke Website nennt.
Das Google-Unternehmensprofil ist der schnellste Hebel. Hier hinterlegen Sie Adresse, Öffnungszeiten, eine Speisekarten-Zusammenfassung, Fotos vom Innenraum und Antworten auf häufige Fragen. Je vollständiger das Profil, desto wahrscheinlicher tauchen Sie im Local Pack auf. Eine vernünftige Restaurant-Website unterstützt das Profil mit übereinstimmenden Daten, einer maschinenlesbaren Adresse, korrekten Öffnungszeiten in strukturierten Daten und einer eingebundenen Karte. Wenn Sie sich tiefer einarbeiten möchten, lohnt sich der separate Beitrag zum Google-Unternehmensprofil richtig einrichten.
Die häufigste Frage am Telefon im Restaurant lautet: Sind Sie heute geöffnet. Wenn Ihre Website das in den ersten zwei Sekunden klar beantwortet, sparen Sie Anrufe und gewinnen Gäste, die sonst wegen Unsicherheit gar nicht erst gekommen wären. Ein simples Status-Element oben rechts, das aus den hinterlegten Öffnungszeiten dynamisch berechnet, ob das Lokal jetzt offen ist, kostet wenig Aufwand und wirkt enorm.
Für die organischen Ergebnisse zählt eine saubere Seitenstruktur. Eine Hauptseite, die das Restaurant beschreibt, eine eigenständige Seite für die Speisekarte, eine für Reservierung und Anfahrt. Außerdem ein paar Texte, die echte Sprache der Gäste aufgreifen statt Marketing-Floskeln. Ein Beitrag über die Geschichte des Hauses, eine Seite über die Lieferanten oder ein kleiner Saisonkalender funktioniert besser als zehn Werbephrasen. Mehr Hintergrund finden Sie in den Tipps zum Google-Ranking.
Restaurant-Website Score: Wo stehen Sie aktuell?
Bevor Sie eine Agentur beauftragen, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf den aktuellen Stand Ihrer Website. Sieben kurze Fragen reichen, um eine realistische Punktzahl zwischen 0 und 100 zu berechnen. Sie sehen sofort, wo das größte Verbesserungspotenzial liegt, ob eine Renovierung reicht oder ein Neustart sinnvoller ist. Das Tool läuft direkt im Browser, keine Anmeldung, keine Datenweitergabe.
Werten Sie das Ergebnis ehrlich aus. Ein Score unter 30 ist kein Versagen, sondern ein Zeichen, dass Ihre digitale Bühne nicht mehr zu Ihrem Lokal passt. Viele Restaurant-Inhaber sind überrascht, wie tief der Score ausfällt, weil sie ihre eigene Website seit Jahren nicht selbst auf dem Smartphone aufgerufen haben. Das ist normal, der Betrieb läuft, niemand schaut auf die Website. Genau deshalb ist eine externe Sicht wertvoll.
Was vor der Beauftragung geklärt sein muss
Eine Restaurant Website erstellen lassen heißt nicht, am ersten Termin alle Antworten parat zu haben. Aber ein paar Punkte sollten Sie vorab geklärt haben, damit das Projekt nicht in der Mitte stecken bleibt. Je besser die Vorbereitung, desto schneller geht es voran und desto weniger kostet jede Korrekturschleife. Die folgenden Fragen lohnen einen Abend in Ruhe am Küchentisch, bevor Sie in das erste Agentur-Gespräch gehen.
Diese Antworten gehören vor das Erstgespräch
- Ziel der Website: Reservierungen einsammeln, Online-Bestellung, reine Visitenkarte oder eine Mischung. Was zählt am Monatsende?
- Aktuelle Speisekarte: haben Sie eine Excel-Liste oder PDF-Version, die als Basis dienen kann? Oder muss alles neu strukturiert werden?
- Bilder: gibt es professionelle Aufnahmen vom Lokal und den Gerichten? Falls nicht, brauchen Sie eine Fotosession.
- Texte: wer schreibt die Inhalte. Sie selbst, Ihr Team, oder soll die Agentur das übernehmen?
- Domain und Hosting: liegt die Domain noch bei einem Anbieter, von dem Sie weg wollen? Wer ist Ansprechpartner?
- Reservierungsablauf: wie kommen Reservierungen heute zu Ihnen, soll das gleich bleiben oder verändert werden?
- Lieferdienst: bleiben Sie bei Lieferando, kommt eine eigene Online-Bestellung dazu, oder beides?
Die Antworten müssen nicht perfekt sein. Es reicht, wenn Sie einen ehrlichen Stand wissen. Das spart der Agentur und Ihnen Zeit, weil das erste Gespräch sofort konkret wird. Wer ohne Vorbereitung in ein Erstgespräch geht, verlässt es oft mit einer Visitenkarten-Lösung, weil das die einfachste Antwort auf vage Wünsche ist. Wer mit klaren Zielen kommt, bekommt einen Direktkanal, der Geld bringt.
So läuft ein Restaurant-Website-Projekt ab
Viele Inhaber haben Sorge, dass ein Website-Projekt sie wochenlang von der Arbeit abhält. Das stimmt nur, wenn die Agentur schlecht organisiert ist. Bei einem sauberen Ablauf brauchen Sie als Inhaber rund vier bis sechs Stunden Ihrer Zeit, verteilt über vier bis sechs Wochen. Hier zur Orientierung, wie ein typisches Projekt strukturiert ist.
Briefing-Gespräch
Etwa 90 Minuten, oft vor Ort im Lokal oder per Video. Sie erzählen, was Sie wollen, die Agentur hört zu, fragt nach. Am Ende gibt es einen schriftlichen Briefing-Auszug, den Sie freigeben.
Entwurf und Mockup
Die Agentur erstellt einen ersten Entwurf der Startseite und der Speisekarten-Seite, oft als klickbares Mockup im Browser. Sie geben Feedback, eine Schleife, Freigabe.
Aufbau und Befüllung
Die Seite wird programmiert, Inhalte werden eingepflegt, Bilder optimiert, Reservierungssystem integriert. Hier brauchen Sie wenig Zeit, nur ein, zwei Rückfragen-Termine.
Schulung
Eine Stunde, in der Sie lernen, wie Sie die Speisekarte ändern, neue Bilder hochladen und Reservierungen verwalten. Mit Bildschirmaufnahme zum späteren Nachschauen.
Live-Schaltung
Domain wird umgestellt, Google-Profil wird angepasst, alte Links werden umgeleitet. Erste Wochen mit Monitoring der Reservierungs-Eingänge.
Wichtig: zwischen den Phasen gibt es immer eine Freigabe-Schleife. Sie sehen jeden Schritt, bevor er finalisiert wird. Eine seriöse Agentur arbeitet nie wochenlang im Verborgenen und präsentiert dann eine fertige Seite mit der Bitte um Abnahme. Sie macht Sie zum Mitgestalter, nicht zum Empfänger.
Worauf Sie bei der Agentur-Wahl achten sollten
Es gibt drei Sorten Anbieter am Markt: Baukasten-Plattformen, Spezial-Agenturen für Gastronomie und individuelle Webdesign-Agenturen. Jede hat ihre Berechtigung, aber nicht jede passt zu jedem Lokal. Ein paar Hinweise, woran Sie eine gute Agentur erkennen, ohne auf Hochglanz-Versprechen reinzufallen.
Substanz statt Hochglanz
- Ziel-orientierte Erstgespräche: fragt zuerst nach Ihren Zielen, nicht nach Ihrem Budget.
- Vergleichbare Referenzen: zeigt eigene bestehende Kundenprojekte in derselben Größenordnung.
- Klare Sprache: erklärt technische Begriffe in Alltagssprache, kein Buzzword-Bingo.
- Realistische Versprechen: kein Top-1-Ranking-Garantie, aber konkrete, messbare Verbesserungen.
- Echte Schulung: bietet eine Einweisung zur Selbstpflege mit Bildschirmaufnahme zum Nachschauen.
- Erreichbarkeit: ist persönlich erreichbar und antwortet binnen 24 Stunden auf Anfragen.
Wenn das Bauchgefühl warnt
- Festpreis ohne Briefing: ein Pauschalangebot ohne vorheriges, ehrliches Gespräch über Ihre Anforderungen.
- Wartungs-Pflichtgebühr: monatliche Verträge für Pflege, die Sie selbst übernehmen wollen oder schon können.
- Domain-Sperre: Verbot, die eigene Domain selbst zu verwalten oder den Anbieter zu wechseln.
- Versteckte Tracker: eingebaute Datensammler, die Sie nicht selbst abschalten können.
- Schablonen-Webdesign: Vorlagen, bei denen lediglich der Restaurant-Name ausgetauscht wird.
- Schweigen im Walde: niemand erreichbar, keine Antwort auf Anrufe oder E-Mails über Tage hinweg.
Achten Sie besonders auf Punkt zwei der Warnsignale. Manche Anbieter binden Restaurants in Wartungsverträge, die monatlich laufen, ohne dass echte Wartung stattfindet. Sie zahlen quasi Miete für eine Website, die Sie selbst pflegen könnten. Eine seriöse Agentur lebt davon, dass Sie zufrieden sind und weiterempfehlen, nicht davon, Sie an einen Vertrag zu fesseln. Wenn Sie sich tiefer mit dem Thema beschäftigen wollen, hilft auch der allgemeinere Ratgeber dazu, eine Website professionell erstellen lassen.
Ein letzter Hinweis: ein Treffen vor Ort lohnt sich. Eine Agentur, die Sie und Ihr Lokal nicht mit eigenen Augen gesehen hat, baut eine Website nach Schablone. Eine, die sich an den Tresen setzt und mit Ihnen einen Kaffee trinkt, baut eine Website, die zu Ihnen passt. In der Regel ist diese Website am Ende günstiger, weil weniger Korrekturschleifen entstehen. Und sie ist wirksamer, weil sie wirklich Ihr Lokal abbildet, nicht ein generisches Restaurant.
Worauf es am Ende ankommt
Eine gute Restaurant-Website ist kein Hochglanz-Produkt, sondern ein funktionierendes Werkzeug. Sie spart Anrufe, sie sammelt Reservierungen, sie zeigt eine Speisekarte, die immer aktuell ist, und sie holt Sie ein Stück weit aus der Lieferando-Falle heraus. Sie ist die einzige Werbung, die Tag und Nacht arbeitet, ohne dass Sie Provision zahlen. Wer das Projekt mit Ruhe vorbereitet, bei der Agentur-Wahl auf Substanz statt Hochglanz achtet und auf die Selbstpflege besteht, bekommt eine Lösung, die jahrelang trägt.
Vermeiden Sie zwei Fallen. Die erste ist, einen Baukasten-Anbieter zu nehmen und zu glauben, das spare Geld. Tut es kurzfristig, kostet aber langfristig Direktbuchungen, Sichtbarkeit und Nerven. Die zweite ist, sich von einer Agentur in einen ewigen Wartungsvertrag binden zu lassen. Eine professionelle Restaurant-Website darf einmalig kosten, aber muss Sie danach selbstständig machen. Alles andere ist eine Lieferando-Falle in neuem Gewand. Falls Sie konkret abschätzen wollen, wie ein Projekt für Ihr Lokal aussehen könnte, können wir gerne unverbindlich Kontakt aufnehmen und in einem kurzen Gespräch durchgehen, was bei Ihnen sinnvoll ist.
Was eine eigene Direktbuchung gegenüber Lieferando jährlich freischaufelt
Beispielrechnung bei 5.000 Euro Lieferando-Umsatz pro Monat. Quelle: Provisionsstruktur DEHOGA-Übersicht 2025 in Verbindung mit IHK-Daten zu Lieferando-Provisionen 13-30 Prozent.
Quelle: DEHOGA-Übersicht 2025, IHK-Umfrage Lieferando-Provisionen via consult-gastro.de
Eine letzte Anmerkung: Die hier genannten Werte sind realistische Mittelwerte aus der Branche. Ihr eigener Wert kann höher oder niedriger ausfallen. Was sich aber kaum verschiebt, ist das Verhältnis. Direktbuchungen sind immer günstiger als Portal-Buchungen. Eine eigene Website holt nicht jeden Lieferando-Euro zurück, aber sie verschiebt das Verhältnis dauerhaft zu Ihren Gunsten.
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